Mehrere internationale Unternehmen und Forschungsinstitute investieren derzeit massiv in die Entwicklung von Feststoffbatterien, um die nächste Generation von Energiespeichern für Elektrofahrzeuge marktreif zu machen. Besonders hervorzuheben ist die Partnerschaft zwischen Volkswagen und dem US-amerikanischen Batterieentwickler QuantumScape.
Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, eine Feststoffbatterie mit einer aussergewöhnlich hohen Energiedichte von rund 400 Wh/kg zu entwickeln – ein Wert, der die Leistungsfähigkeit heutiger Lithium-Ionen-Batterien deutlich übertreffen würde. Erste Labortests und Prototypen zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse, vor allem im Hinblick auf Leitfähigkeit, Ladegeschwindigkeit und Reichweite. Volkswagen plant, die Technologie in den kommenden Jahren in seine Fahrzeugflotte zu integrieren, sobald die Serienreife erreicht ist.
Ein weiterer bedeutender Akteur auf diesem Gebiet ist Toyota. Der japanische Automobilhersteller gilt seit Jahren als Vorreiter in der Batterieforschung und verfolgt einen konsequenten Innovationskurs. Toyota plant, bis spätestens 2028 serienreife Feststoffbatterien in ausgewählten Modellen einzusetzen. In internen Tests konnte das Unternehmen bereits Ladezeiten von unter zehn Minuten und Reichweiten von über 1.000 Kilometern simulieren – vorausgesetzt, die Produktion lässt sich wirtschaftlich skalieren.
Auch Mercedes-Benz arbeitet intensiv an der Integration von Feststoffbatterien in seine künftigen Elektrofahrzeuge. Der Premiumhersteller aus Stuttgart testet derzeit verschiedene Zelltypen im realen Fahrbetrieb und sieht insbesondere in der Kombination aus Sicherheitsvorteilen, Energieeffizienz und Bauraumersparnis ein enormes Potenzial für den Einsatz in elektrischen Luxusfahrzeugen. Langfristig sollen Festkörperbatterien eine zentrale Rolle in der Elektrifizierungsstrategie von Mercedes spielen – sowohl in der PKW- als auch in der Nutzfahrzeugsparte.
Neben diesen Automobilherstellern engagieren sich auch Unternehmen wie BMW, Ford, Nissan sowie spezialisierte Start-ups wie Solid Power und ProLogium in der Entwicklung marktfähiger Feststoffbatterien. Unterstützt werden sie dabei oft von staatlichen Forschungsprogrammen und strategischen Allianzen mit Universitäten und Technologiezentren weltweit – einschliesslich Forschungseinrichtungen in der Schweiz, wie etwa der ETH Zürich.
Wann kommt die Feststoffbatterie für E-Autos auf den Markt?