Ein Vergleich der verschiedenen Antriebsarten zeigt: Jede Technologie verursacht Emissionen – allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichem Umfang.
CO₂-Bilanz von Benzin und Diesel
Verbrenner wie Benzin- und Dieselfahrzeuge schneiden bei der Produktion meist etwas besser ab als Elektroautos, da keine große Hochvoltbatterie hergestellt werden muss. Dieser anfängliche Vorteil relativiert sich jedoch im Fahrbetrieb schnell: Durch die Verbrennung fossiler Kraftstoffe entstehen kontinuierlich CO₂-Emissionen, sodass sich die Ökobilanz mit jedem gefahrenen Kilometer verschlechtert.
Mittelgroße Verbrenner verursachen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg im Durchschnitt mindestens rund 235 Gramm CO₂-Äquivalente pro Kilometer. Hinzu kommen weitere Luftschadstoffe wie Stickoxide, Kohlenmonoxid und Feinstaub, die insbesondere in Städten die Luftqualität belasten.
Zwischen Benzin- und Dieselmotoren bestehen dabei Unterschiede. Benziner stoßen in der Regel weniger Stickoxide und Feinstaub aus als Dieselmodelle, verursachen aufgrund ihres meist höheren Kraftstoffverbrauchs jedoch häufig etwas mehr CO₂ pro Kilometer. Insgesamt weisen Benzin- und Dieselfahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus in der Regel die höchste CO₂-Belastung unter den gängigen Antriebsarten auf.
CO₂-Bilanz von Hybridfahrzeugen
Hybridfahrzeuge liegen bei ihrer CO₂-Bilanz in der Regel zwischen klassischen Verbrennern und reinen Elektroautos. Da sie einen Verbrennungs- mit einem Elektromotor kombinieren, können sie den Kraftstoffverbrauch und damit auch die Emissionen im Fahrbetrieb reduzieren. Voll- und Mild-Hybride profitieren dabei vor allem im Stadtverkehr von Rekuperation und elektrischer Unterstützung, bleiben jedoch weiterhin auf fossile Kraftstoffe angewiesen.
Besonders stark hängt die Klimabilanz von Plug-in-Hybriden vom tatsächlichen Nutzungsverhalten ab. Werden sie regelmäßig geladen und überwiegend auf kürzeren Strecken elektrisch gefahren, können sie deutlich weniger CO₂ verursachen als vergleichbare Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Wird der Akku hingegen nur selten geladen, fährt das Fahrzeug meist mit dem Verbrennungsmotor. Das zusätzliche Gewicht von Batterie und Elektromotor kann dann sogar zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führen.
CO₂-Bilanz von Elektroautos
Elektroautos starten aufgrund der energieintensiven Batterieproduktion zunächst mit einem höheren CO₂-Fußabdruck. Hauptgrund dafür ist die energieintensive Herstellung der Hochvoltbatterie. Dieser anfängliche Nachteil wird jedoch im Fahrbetrieb zunehmend ausgeglichen, da Elektroautos keine lokalen CO₂-Emissionen verursachen und deutlich effizienter arbeiten als Benzin- oder Dieselfahrzeuge.
Über den gesamten Lebenszyklus hinweg fällt die Ökobilanz deshalb in der Regel deutlich günstiger aus. Werden sowohl die Fahrzeug- als auch die Batterieproduktion berücksichtigt, gehen Studien im Durchschnitt von rund 52 Gramm CO₂ pro Kilometer aus. Damit verursachen Elektroautos weniger als ein Viertel der Emissionen eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.
Wie groß dieser Vorteil tatsächlich ausfällt, hängt vor allem vom verwendeten Strom ab. Je höher der Anteil erneuerbarer Energien beim Laden ist, desto geringer sind die Emissionen pro Kilometer. Besonders nachhaltig ist ein Elektroauto, wenn es über viele Jahre genutzt und überwiegend mit Ökostrom oder selbst erzeugtem Solarstrom geladen wird. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann durch PV-Überschussladen den selbst erzeugten Solarstrom gezielt zum Laden des Elektroautos nutzen und so den Bezug von Strom aus fossilen Energiequellen weiter reduzieren. Mit einer intelligenten Wallbox von Zaptec lässt sich der Ladevorgang gezielt steuern und besser an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien anpassen. So kann beispielsweise Solarstrom effizienter genutzt und die persönliche CO₂-Bilanz zusätzlich verbessert werden.
CO₂-Bilanz von Wasserstoffautos
Wasserstoffautos stoßen während der Fahrt lediglich Wasserdampf aus und verursachen lokal keine CO₂-Emissionen. Für die tatsächliche Klimabilanz ist jedoch entscheidend, wie der Wasserstoff hergestellt wird. Stammt er aus erneuerbaren Energien (grüner Wasserstoff), kann die Umweltbilanz sehr gut ausfallen. Derzeit wird jedoch ein Großteil des verfügbaren Wasserstoffs aus Erdgas produziert, wodurch erhebliche CO₂-Emissionen entstehen. Hinzu kommen Energieverluste bei der Produktion, dem Transport und der Umwandlung des Wasserstoffs in elektrische Energie. Deshalb gelten batterieelektrische Fahrzeuge derzeit als die energieeffizientere Lösung für den Pkw-Bereich.