Die Installation einer Wallbox ist ein entscheidender Schritt zur Optimierung des Ladevorgangs von E-Autos. Im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltssteckdosen sind Wallboxen speziell für die kontinuierliche Belastung durch das Aufladen von E-Autos konzipiert. Sie bieten nicht nur eine höhere Ladeleistung, sondern auch zusätzliche Sicherheitsfunktionen und oft smarte Steuerungsmöglichkeiten.
Bevor Sie sich für eine bestimmte Wallbox entscheiden, sollten Sie folgende grundlegende Aspekte berücksichtigen:
- Stromanschluss und Netzkapazität: Für eine Wallbox wird in der Regel ein Starkstromanschluss (Drehstrom) benötigt. Ein Elektriker überprüft die Kapazität des Hausanschlusses und der vorhandenen Leitungen.
- Genehmigungen: In Deutschland muss eine Wallbox mit einer Leistung bis einschließlich 11 kW beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden. Ab einer Ladeleistung von über 11 kW ist zusätzlich eine Genehmigung vom Netzbetreiber erforderlich.
- Sicherheitsanforderungen: Da beim Laden eines Elektroautos hohe Stromstärken fließen, ist bei der Wallbox-Installation eine fachgerechte Absicherung gegen Überlastung und Kurzschluss unerlässlich. Abhängig von den verbauten Komponenten, verfügen viele Wallboxen daher über einen speziellen FI-Schutzschalter (Fehlerstromschutzschalter), um vor Gleichstromfehlern zu schützen. Zusätzlich kann ein Leitungsschutzschalter (auch LS-Schalter oder Sicherungsautomat genannt) sinnvoll sein. Dieser sorgt dafür, dass die Zuleitung zum Ladepunkt vor Überhitzung geschützt wird.
Wo sollte die Wallbox platziert werden?
Idealerweise wird die Wallbox in der Nähe des Parkplatzes des E-Autos montiert – sei es in einer Garage, unter einem Carport oder an einem offenen Stellplatz. Wird das Elektroauto im Freien geladen, sollte dafür gesorgt werden, dass die Wallbox vor Witterungseinflüssen geschützt ist (z. B durch ein Wetterschutzdach). Die IP-Zertifizierungen IP44, IP54 und IP67 geben zudem Auskunft darüber, ob die Ladestation für den Außenbereich geeignet ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt für den passenden Standort der Wallbox ist die Tragfähigkeit der Wand, an der sie installiert wird. Da die meisten Wallboxen mit ca. 4 kg vergleichsweise sehr leicht sind, eignen sich die meisten Wände für die Montage. Alternativ kann die Ladestation an einer Stele befestigt werden – eine praktische Lösung für Carports und Außenstellplätze ohne geeignete Wandfläche.
Ist am Stellplatz noch kein passender Stromanschluss vorhanden, muss dieser nachträglich gelegt werden. Auch der Hausverteilerkasten muss überprüft und unter Umständen angepasst werden. Im Zuge dessen können Sie außerdem prüfen lassen, ob eine Installation eines Smart Meters (intelligenter Zähler) möglich ist.
Tipp: Gerade bei frei zugänglichen Stellplätzen, in Mehrfamilienhäusern oder im gewerblichen Umfeld spielt der Schutz vor unbefugter Nutzung ebenfalls eine wichtige Rolle. Ohne entsprechende Absicherung besteht die Gefahr, dass Dritte die Wallbox nutzen und zusätzliche Stromkosten verursachen. Viele Ladestationen bieten hierfür praktische Lösungen wie Zugangskontrollen per RFID-Karte oder -Chip, App-Steuerung oder PIN-Code.